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Concerto #230 … Gitarre weg, Nägel weg, Noten weg – alles neu!

Zum Thema Gitarre—Laute—Alte Musik ist ein Interview mit Wolfgang Katschner von besonderem Interesse, das mit “Gitarre weg, Nägel weg, Noten weg — alles neu” überschrieben ist.

Concerto_230


Das Zitat nimmt Bezug auf Wolfgang Katschners Grundsatzentscheidung nach 1990. Vorher hatte er Gitarre studiert und mit seinem Partner Hans-Werner Apel Gitarrenduo gespielt. “Nebenbei” hatte er sich mit der  Renaissance-Laute befasst. Nach der “Wende” gingen beide, Katschner und Apel, nach Frankfurt am Main zu Yasunori Imamura um Laute zu studieren.  Die weltpolitischen Geschehnisse der Jahre um 1990 haben damit im Leben der beiden Musiker eine bedeutende Rolle gespielt … und auch in diesem CONCERTO-Interview dreht sich vieles um die Folgen der Wende und wie Musiker heute damit umgehen. Fragen nach Organisation und Finanzierung der Berliner Lautten Compagney – dieses Ensemble gründeten Katschner und Apel noch zu DDR-Zeiten, zu internationaler Bedeutung ist es allerdings erst nach der Wende gekommen – oder auch zu den Befindlichkeiten zwischen Ost und West werden ausgiebiger thematisiert als eigentlich musikalische. Hierzu ist ein Interview, das der Bayerische Rundfunk mit Katschner gemacht hat, ergiebiger. Auf der Homepage der Lautten Compagney findet man einen Link auf das Interview, man kann es aber auch direkt beim Bayerischen Rundfunk anhören.

In der CONCERTO-Ausgabe findet sich weiter eine Besprechung der Hinterleithner-CD von Lutz Kirchhof, Martina Kirchhof und Judith Sartor (Deutsche Harmonia Mundi 88697 44939 2), die auch in Gitarre & Laute ONLINE rezensiert worden ist. Der Rezensent Reinhard Kriechbaum befasst sich mit Marginalien, dem Mangel an sachdienlichen Informationen zur Musik Hinterleithers im Booklet zum Beispiel oder darum ob sie, die Musik, wirklich “jazz-ähnlich” genannt werden darf, wie es Lutz Kirchhof ebendort getan hat. Ansonsten: “Melodisch sind die Sätze eingängig, in der Erfindung nicht wirklich originell” [Reinhard Kriechbaum in CONCERTO #230, S. 38—39]

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