Franz Josef Degenhardt, geboren am 3. Dezember 1931 in Schwelm, lebt nicht mehr. Am 14. November 2011 starb er in Quickborn.
Franz Josef Degenhardt war als Rechtsanwalt Partner in einer Hamburger Sozietät, als Dichter und Schriftsteller bleibt er mit vierzehn Romanen und anderen Büchern in Erinnerung …
Franz Josef Degenhardt war eine Stimme der 68er-Bewegung … so steht’s in Wikipedia. Für mich war er nicht eine, sondern die Stimme der 68er-Bewegung. Und er war der Poet der 68er-Bewegung. Einer, der keine Parolen krakeelt hat, sondern seine Hörer in sein Denken einbezog und ihnen etwas abforderte. Wenn ich heute die Geschichte von Horsti Schmandhoff höre oder Degenhardts Schilderung des deutschen Sonntags. Oder „Vatis Argumente“ und die vom „Notar Bolamus“, dann bin ich konfrontiert mit scharfer Kritik, verhöhnender Ironie und sogar bitterer Häme … aber ich höre etwas anderes. Ich höre, zum Beispiel, in grazilen Trippelschritten vorgetragen:
Hütchen, Schühchen, Täschchen passend,
ihre Männer unterfassend,
die sie heimlich vorwärts schieben,
weil die gern zu Hause blieben
und habe die Szene vor mir. Die Bilder liefert das Lied … diskret aber in Farbe! Und auf eines können wir uns verlassen:
„hier darf jeder machen was er will
Im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung
versteht sich.”
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